Das Oderbruch

Das Oderbruch erstreckt sich von der Stadt Oderberg und Bad Freienwalde im Norden bis Lebus im Süden. Bis ins 18. Jahrhundert wurde das Bruch regelmäßig zweimal im Jahr überflutet, so dass die fruchtbaren Flächen nicht bewirtschaftet werden konnten. Nur die höher gelegenen Orte wie Oderberg, Bad Freienwalde, Wriezen, Seelow und Lebus boten den Menschen in dieser Zeit Schutz. Ab 1747 ließ Friedrich der Große das Oderbruch entwässern und die Oder erhielt ein neues, begradigtes Flussbett. 60 km wurden eingedeicht und Sumpfgebiete trockengelegt. Aus sumpfiger Wildnis wurde eines der fruchtbarsten Ackerbaugebiete und Kolonisten aus den aus den umliegenden Ländern unter Zusicherung von Religionsfreiheit und Freiheit von Leibeigenschaft angeworben und im Oderbruch angesiedelt. Die bisher einzige Erwerbsquelle, die Fischerei, wurde durch Ackerbau, Gemüseanbau, Tierzucht, Korbflechterei und Wollspinnerei bereichert.
Der Anschluss der Region an das Eisenbahnnetz hatte einen wirtschaftlichen Aufschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Folge.
Trotz der Eindeichung kam es auch in den folgenden Jahren immer wieder zu großen Hochwasserkatastrophen und Dammbrüchen. 1997 konnte ein Deichbruch im letzten Moment noch verhindert werden.

Ausflugsziele im Oderbruch

Besuchen Sie Letschin und Groß-Neuendorf unmittelbar am Deich gelegen.

Fort Gorgast erbaut von 1883-1889. Außenfort der einstigen preußischen Festung Küstrin.
www.fort-gorgast.de
Ruinen der Altstadt und Festung Küstrin in Polen www.kuestrin.de
siehe Blogbeitrag
Bockwindmühle Wilhelmsaue – letzte funktionstüchtige Bockwindmühle im Oderbruch
wilhelmsaue.de/die-bockwindmuehle.html

Entlang der alten Trasse der Oderbruchbahn verläuft heute der 142 km lange Oderbruchbahn-Radweg. www.seenland-oderspree.de/Media/Touren/Oderbruchbahn-Radweg

Adonisröschen an den Oderhängen im Lebuser Land
Heute ist das Oderbruch mit seinen zahlreichen Oderarmen und Seen sowie den Trockengebieten idealer Lebensraum für eine artenreiche Tierwelt. Eine botanische Besonderheit bietet das Naturschutzgebiet „Pontische Hänge“ bei Mallnow (Lebus) mit den Hängen voller Adonisröschen im Frühjahr.

Für das Oderbruch typisch sind die Loose, einzeln oder in Gruppen stehende Gehöfte außerhalb der Dörfer, die nach 1821 mit der Aufteilung des Gemeindebesitzes entstanden.
Die Kunst-Loose-Tage im Oderbruch mit offenen Ateliers und Werkstätten werden alljährlich durchgeführt. www.kunst-im-oderbruch.de

Auch außerhalb der Kunst-Loose Tage können Sie Kunsthandwerker besuchen. Die Oderbruchscheune in Neulewin mit Schmuck aus eigener Werkstatt hat von Ostern bis Oktober von Freitag bis Sonntag von 14.00-18.00 Uhr geöffnet. www.oderbruchscheune.de

Spannende Ausflugsziele und Geheimtipps im Oderbruch verrät Heike Dahl in ihrem BLOG mit wunderschönen Fotos. www.oderbruch-blog.de
Informationsmaterial für Ihre Reise in den Oderbruch erhalten Sie in der Tourist-Information in Seelow. www.oderbruch-tourismus.de

Kulinarische Tipps im Oderbruch

Koch und Kunst
Galerie im Oderbruch, Letschin OT Groß Neuendorf
Kochkurse und Fotokurse www.kochundkunst.de
Fischereihof Schneider, Küstriner Vorland
Der Fang wird frisch direkt verkauft oder in der eigenen Räucherei veredelt.
www.fischereihof-kuestrin.de
Quappen – ein Dorschartiger Fisch. Ab Dezember bis Mitte März steht diese Delikatesse in den Gasthäusern des Oderbruchs immer öfter auf der Speisekarte.
www.oderbruch-blog.de
Oderbruch Hof in Alt Tucheband
produziert und verkauft werden Produkte von Bienen und Ziegen, Eier, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter saisonfrisch. www.oderbruch-hof.de